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UmweltSenioren Hannover e.V.

Umweltschutz soll verstanden werden!

 

Datum:     31.07.2019

Author:     Jutta Zölzer, Detlef Gebhardt

Sender:    NDR Niedersachsen

Titel:         Plattenkiste          

Text:         Die UmweltSenioren Hannover e.V. präsentieren sich in der NDR Plattenkiste (Beitrag von Jutta Zölzer);

                  Teilnehmer (Foto): Edelgard-H. Bohnhorst, Jörg Tetzner (1. Vors.), Werner Klören (Kassewart), Moderatorin Martina Gilica

Team der Umweltsenioren Hannover e.V. gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 31. Juli zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Edelgard-Henriette Bohnhorst, Jörg Tetzner und Werner Klören mit Moderatorin Martina Gilica über die Arbeit der Umweltsenioren in Hannover.

Seit 12 Jahren gibt es die Umweltsenioren in Hannover - weit vor der aktuellen "Fridays for future"-Aktion, die Greta Thunberg initiierte. Jörg Tetzner findet das sowohl beeindruckend wie auch bedrückend. Die Eltern und Großeltern reden nur - die Schulkinder tun etwas und versuchen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Er begrüßt die Aktion, ebenso auch Werner Klören. Ihn macht es aber auch traurig, dass die Jugend auf die Straße gehen muss, um die Politik "wach zu rufen" - und die reagiert aber eher hilflos, konstatiert er.

Schon 2007 bei der Vereinsgründung ging es um Waldsterben, die Einführung des Katalysators usw. Seither organisieren die Senioren jeden Monat etwas in Sachen Umweltschutz. Sie fahren in Betriebe, um sich gründlich zu informieren: Windkraftanlagen- oder ein Atomkraftwerk-Besuch hatten sie schon auf dem Programm, berichtet Jörg Tetzner. "Was hinterlassen wir unseren Kindern?" - Diese Frage bewegt alle. "Welchen Mist machen wir eigentlich?" - so hinterfragen die Senior*innen sich selbst, um anhand der Informationen genau zu merken, was jeder tut. So etwas wie der "Wegwerf-Gesellschaft" möchte Edelgard-Henriette Bohnhorst gern einen Riegel vorschieben, denn die Ressourcen werden weniger. Sich und andere darüber gründlich zu informieren, ist ihr Ziel. Werner Klören kam "per Zufall" zu den Umweltsenioren, da ihm Bekannte davon erzählten. Er fand die Veranstaltungen sehr interessant und ist inzwischen in der Projektgruppe, die alles plant. Auch sein Sohn und die drei Kinder sind umweltbewusst, erzählt er: Sie achten auf Inhalte bei Nahrungsmitteln, die sie meiden wollen - wie Palmöl, dessen Anbau sie als umweltschädlich erkannt haben. Ein Mitglied der Projektgruppe geht beispielsweise mit "aha" zusammen in Kindergärten und informiert schon dort über viele Umweltfragen.

Ein Mal im Jahr starten die Umweltsenioren zu einer größeren Aktion. Dann geht es auch aus Hannover und der direkten Umgebung heraus. So waren sie im vergangenen Jahr bei Greenpeace in Hamburg, auch haben sie die Schleuse in Scharnebeck besichtigt und sich über deren Arbeitsweise informiert. Das Polarforschungszentrum in Bremerhaven war ebenfalls eins der Ziele. In der kommenden Woche geht es nach Göttingen, zum Erdbebeninstitut. Umweltfragen wurden besprochen bei der Conti AG, am Flughafen Hannover, es ging um ökologische Tierhaltung in der Tierärztlichen Hochschule oder auch um Umweltprobleme am Rangierbahnhof Seelze.

Die Umweltsenioren arbeiten mit der Stadt Hannover zusammen - in Sachen "Agenda 21". Hier sind viele Initiativen beteiligt, es geht um mehr als reine Umweltfragen. Auch die soziale Umwelt spielt eine große Rolle. Umweltschutz und Umweltpolitik sollen verstanden werden und auch das Herz erreichen, betonen die Gäste in der Sendung. Im eigenen Alltag lässt sich Umweltschutz durchaus umsetzen: Edelgard-Henriette Bohnhorst geht mit ihrem Leinenbeutel zum Bäcker oder einem wiederverwendbaren Nylonbeutel Obst einkaufen. Werner Klören nutzt gern öffentliche Verkehrsmittel. Er lobt die Anschaffung von Hybrid- und E-Bussen in Hannover. Auch achtet er darauf, nicht alles wegzuwerfen, was er vielleicht nicht mehr braucht, sondern sich das genau zu überlegen und besser weiter zu verwerten. Auch Jörg Tetzner fährt weniger Auto, versiegelt den Boden im Garten weniger, erzählt er. Es gibt viele Möglichkeiten, Umweltschutz in das eigene Leben einzuplanen und umzusetzen - wer sich dafür interessiert und noch mehr wissen möchte, ist bei den Umweltsenioren herzlich willkommen.